Handwerker mit viel Sozialkompetenz

Aufbauend auf dem Grundwissen von Anatomie, Medizin und Technik stellen Orthopädisten äussere Hilfsmittel her, die den Menschen Körperfunktionen ersetzen oder unterstützen sollen. Für diese Aufgabe stehen ihnen eine Fülle an Mess- und Verarbeitungstechnologien und Materialien zur Verfügung. Die Vielfalt der verarbeiteten Materialien reicht von Gips, Holz über Metall, Leder und Textilien bis hin zu modernsten Kunststoffen wie Carbon, Acrylglas und Polyethylen. Neben fachlichen Kenntnissen und handwerklichem Können sind zudem soziale Kompetenzen im Umgang mit den betroffenen Menschen und Kreativität im Entwickeln individueller Lösungen gefragt. Diese komplexen Anforderungen setzen eine solide berufliche Grundbildung voraus.

Die attraktive Ausbildung zum Orthopädisten-EFZ sieht eine vierjährige Grundbildung in einem, dem SVOT angegliederten Betrieb vor. Die Lehre im Ausbildungsbetrieb wird ergänzt durch den Berufsschulunterricht (Zürich, Lausanne) und überbetriebliche Kurse zu den unterschiedlichsten Themen. In diesen Kursen werden allgemeine Handlungskompetenzen eingeübt und gezielt das Fachwissen vertieft. Die Ausbildung schafft ein breites Basiswissen mit dem Ziel, den Qualitätsanspruch an die Orthopädie-Technik sicherzustellen. SVOT-Betriebe unterstehen verbindlichen Statuten sowie Standesregeln und verpflichten sich zu stetigen Fortbildungen. Orthopädisten sind gefragte Berufsleute mit guten Zukunftsaussichten und einem sicheren Arbeitsplatz auf der ganzen Welt.

Grundbildung

Die Orthopädie-Technik befindet sich in einem steten Wandel. Kennzeichen dafür sind wachsende Anforderungen der Kundschaft an die orthopädischen Hilfsmittel sowie die raschen Veränderungen in der Technologie. Wir vom SVOT möchten motivierte Jugendliche für unsere Lehrstellen gewinnen und mit einem attraktiven Ausbildungskonzept das Image unserer Berufsleute stärken. Aus diesem Grund wird das bisherige Berufsbild vom 8. Dez. 1999 weiterentwickelt. Ziel unserer Ausbildung ist es, ein breites und vertieftes Grundlagenwissen zu vermitteln.

 

Die Verordnung (Inkrafttreten per Sommer 2009) über die Grundbildung und der dazugehörende Bildungsplan sieht für Orthopädisten eine einheitliche vierjährige Grundbildung ohne Fachrichtungen vor.

 

Die berufliche Praxis soll weiterhin in schulischer und überbetrieblicher Bildung erworben werden, um allgemeine Handlungskompetenzen einzuüben und zu vertiefen. Die Praxis erfolgt über die ganze Dauer der beruflichen Grundbildung, im Durchschnitt an vier Tagen pro Woche.

 

Das Qualifikationsverfahren wurde den Bildungsinhalten angepasst. Die „Praktische Arbeit“ erfolgt als individuelle Produktivarbeit im Lehrbetrieb während 36-72 Stunden. Die Erfahrungsnote setzt sich aus dem Mittel der Notensummen des berufskundlichen Unterrichts und der überbetrieblichen Kurse zusammen und wird als Bestandteil der Gesamtnote mitberücksichtigt.

gesetzliche Grundlage
Bildungsplan

Weiterbildung

Spezifische Weiterbildung

Der heutige Arbeitsmarkt erfordert immer mehr spezialisierte Fachkräfte. Auch in unserer Branche sind kompetente Experten gefragt. Unsere Kunden verlangen qualitativ hochstehende und dem neusten Stand der Technik entsprechende Hilfsmittel. Die modernen Kommunikationsmittel ermöglichen der Kundschaft, verschiedene Anbieter zu vergleichen und daraus denjenigen auszuwählen, der ihren Kriterien am besten entspricht.

Was heute an technologischem Fortschritt topaktuell ist, kann morgen jedoch bereits veraltet sein. Orthopädisten stehen deshalb vor der Aufgabe, sich laufend über technologische Neuerungen und Trends zu informieren sowie innovative Techniken zu erlernen, damit sie „up to date“ bleiben und auf relevante Entwicklungen für die Branche gekonnt reagieren können. Somit ist die kontinuierliche, persönliche Weiterbildung der Mitarbeitenden unerlässlich geworden.

Der SVOT bietet den Mitgliedern verbandsinterne und auf die neusten Trends ausgerichtete Kurse und Workshops an.

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Interesse an Fort-/Weiterbildungsmöglichkeiten
Input zu Fort-/Weiterbildungsangeboten

Höhere Fachprüfung (HFP)

Die höchste Ausbildung in unserem Beruf ist in der Schweiz die Höhere Fachprüfung HFP für Orthopädisten mit der Berufsbezeichnung «eidg. dipl. Orthopädist». In enger Zusammenarbeit mit anerkannten Instituten wie dem SIU, der BUFA oder anderen Institutionen werden dem Orthopädisten fachspezifische Weiterbildungen ermöglicht, mit dem Ziel, sich bestmögich auf diese Prüfung vorzubereiten. Es besteht auch die Möglichkeit sich autodidaktisch auf die Prüfung vorzubereiten.

Zulassung
Wegleitung
Anmeldung
Prüfungsordnung
Prüfungskosten
Durchführung

Die Prüfung wird durchgeführt, wenn nach der Ausschreibung mindestens zwei Kandidaten die Zulassungsbedingungen erfüllen und die Prüfungsgebühren eingegangen sind.

Nächste Prüfung:     Frühjahr 2018


Lernstoff

Prüfungskommission und Experten
Stiftung SVOT